Zwischen Inselflair und Pixelfrust: Meine Review zu Starsand Island

Wer mich kennt, weiß: Sobald ein Spiel das Label „Cozy“ trägt, bin ich eigentlich schon so gut wie am Haken. Doch nur wenige Titel schaffen es, mich wirklich stundenlang an den Bildschirm zu fesseln. Starsand Island hat genau das geschafft, und das, obwohl der Start auf meiner Konsole alles andere als „hübsch“ war. Starsand Island ist seit dem 11. Februar im Early Access für Steam und Xbox / Microsoft verfügbar und kann auch kostenlos im Gamepass gespielt werden. 

Nach über 30 Stunden Spielzeit ist es Zeit für ein ehrliches Fazit: Warum macht dieses Spiel so süchtig, und was zur Hölle ist eigentlich bei der Xbox-Version schiefgelaufen?

Was ist Starsand Island? Der Weg in den Early Access

Starsand Island ist das neueste Highlight für alle Fans von Farming-Sims und Life-Simulatoren. Das Spiel wurde vor kurzem in den Early Access entlassen, was bedeutet, dass es sich noch in der aktiven Entwicklung befindet. Die Entwickler nutzen diese Phase, um Feedback aus der Community zu sammeln und das Spiel Stück für Stück zu erweitern.

Das Setting ist herrlich erfrischend: Statt des klassischen Bauernhofs im Wald landen wir auf einer wunderschönen, sonnendurchfluteten Insel. Die Atmosphäre schreit förmlich nach Urlaub, Entspannung und einer guten Zeit. Doch hinter der friedlichen Fassade steckt eine Menge Spieltiefe.

Die Features: Langeweile ist ein Fremdwort

Was kann man in Starsand Island eigentlich machen? Die kurze Antwort: Alles. Die lange Antwort: Das Spiel kombiniert die besten Elemente aus Genre-Größen wie Animal Crossing oder Disney Dreamlight Valley, geht aber in vielen Bereichen noch einen Schritt weiter.

  • Landwirtschaft & Farmen: Du bestellst deine Felder, pflanzt exotische Früchte und kümmerst dich um deine Ernte.

  • Erkundung: Die Insel ist voller Geheimnisse. Überall gibt es neue Ressourcen zu entdecken, die du für dein Handwerk benötigst.

  • Socializing: Die Bewohner der Insel sind charmant geschrieben und es macht Spaß, die Beziehungen zu ihnen aufzubauen.

  • Tierhaltung: Ein absolutes Highlight! Die Tiere im Spiel sind super süß gestaltet. Man möchte sie eigentlich den ganzen Tag nur beobachten oder füttern.

Das Wichtigste für mich: Es gibt immer etwas zu tun. Ob man nun gerade Materialien für das nächste Gebäude sammelt, Quests für die Bewohner erledigt oder einfach nur die Insel verschönert, die Aufgabenliste geht nie aus, fühlt sich aber auch nie wie Arbeit an.

Der Frust-Faktor? Nicht vorhanden!

Ein Punkt, der Starsand Island für mich so besonders macht, ist das Balancing. Viele Cozy Games tappen in die Falle, entweder zu simpel zu sein oder den Spieler mit extremen Grind-Phasen zu frustrieren.

In Starsand Island ist der Fortschritt absolut fair. Man erreicht regelmäßig Meilensteine, schaltet neue Blaupausen frei oder verbessert seine Werkzeuge, ohne dass man das Gefühl hat, tagelang auf der Stelle zu treten. Es ist motivierend, aber eben auf die entspannte Art.

Das Bausystem in Starsand Island: Ein Traum für Kreative

Wenn ich über Starsand Island rede, muss ich über das Bausystem sprechen. Hier haben die Entwickler wirklich abgeliefert. Es ist so detailliert, dass man fast ohne Grenzen bauen kann.

Ob es um die Inneneinrichtung deines Hauses geht oder um die Gestaltung der gesamten Außenanlage – die Freiheit ist beeindruckend. Man kann Objekte drehen, präzise platzieren und seinen eigenen Stil verwirklichen. Ich habe sicher allein fünf meiner 30 Stunden damit verbracht, nur meine Terrasse zu perfektionieren. Wer gerne dekoriert und baut, wird dieses Spiel lieben.

Der Elefant im Raum: Die Grafik-Katastrophe auf der Xbox

Kommen wir nun zu dem Punkt, der mir (und der gesamten Community) wirklich Bauchschmerzen bereitet. Ich liebe dieses Spiel, aber die Grafik auf der Xbox ist aktuell leider übelst schlecht.

Es ist ein Rätsel, das in den Foren und auf Discord heiß diskutiert wird: Wie kann ein Spiel, das auf einem einfachen Laptop ohne dedizierte Grafikkarte schöner aussieht, auf einer modernen Konsole so abbauen? 

  • Die Texturen wirken verwaschen.

  • Die Grafik entspricht gefühlt den minimalsten Anforderungen.

  • Details, die das Spiel eigentlich ausmachen, gehen im „Pixel-Matsch“ verloren.

  • Grashalme und Schatten sind quasi nicht vorhanden. Das Wasser ist grün und nicht blau.

Es ist unverständlich, warum die Konsolen-Optimierung hier so dermaßen hinterherhinkt. Die Xbox sollte locker in der Lage sein, die bunte Inselwelt in voller Pracht darzustellen. Aktuell fühlt es sich eher an, als würde man einen Prototyp spielen, während die PC-Spieler die volle Grafikpracht genießen. Hier müssen die Entwickler dringend nachbessern, denn die Optik trübt den sonst so positiven Gesamteindruck massiv. Bisher wurden viele Bugfixes und Updates nachgereicht, auch Grafikupdates für das Steamdeck, aber im Xbox-Bereich ist leider noch gar nichts passiert. 

Fazit: Trotz Fehlern ein Must-Play?

Trotz der grafischen Mängel auf der Xbox kann ich Starsand Island jedem ans Herz legen, der ein neues Zuhause für seine digitale Seele sucht. Die Tatsache, dass ich trotz der schwachen Optik bereits über 30 Stunden investiert habe, spricht Bände über die Qualität des Gameplays. Zwischendurch bin ich auch auf meinen Laptop gewechselt (der übrigens nur eine Standard-Onboard-Grafikkarte hat). Selbst dort sieht das Spiel um Längen besser aus. Zum Glück ist hier Crosssave zwischen Xbox und PC ohne Einschränkungen möglich! 

Es ist süß, es ist motivierend, und es bietet eine Freiheit beim Bauen, die man in diesem Genre selten findet. Wenn jetzt noch der Patch für die Grafik kommt, wäre es für mich das perfekte Cozy Game des Jahres.

Mein Tipp: Wer die Wahl hat, sollte aktuell vielleicht eher zur PC-Version greifen oder darauf hoffen, dass die Entwickler schnell auf den Unmut der Konsolen-Community reagieren. Spaß macht es aber so oder so!

Hast du Starsand Island schon angespielt? Wie ist deine Erfahrung mit der Grafik? Schreib es mir in die Kommentare!

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