Meine Meinung zu Lootboxen in Mittelerde: Schatten des Krieges

Mittelerde Schatten des Krieges
© Warner Bros. Games

Am 10. Oktober 2017 ist es soweit, dann erscheint Mittelerde: Schatten des Krieges auf dem Videospielemarkt. Juhu! Es ist der Nachfolger vom ersten im Jahr 2014 erschienenden Mittelerde: Mordors Schatten. 

Ich bin ein unglaubliches Herr der Ringe Fangirl und demnach ist jawohl klar, dass ich auch den kommenden zweiten Teil aus der fantastischen Welt der Waldläufer, Elben, Zwerge und Orks kaufen werde. Bisher ist die Gold-Edition in der Steelbook Variante geplant. 

Im Internet gibt es derzeit einigen Unmut über die angekündigten Lootboxen, die man für Mikrotransaktionen, also Echtgeld, erwerben kann. 

Lootkisten mit zufälligem Inhalt für ein Single Player Spiel? Macht das überhaupt Sinn? Möchten die Entwickler uns wieder nur ausnehmen und soviel Asche wie möglich produzieren? 

Mittelerde Schatten des Krieges
© Warner Bros. Games

So negativ sehe ich das überhaupt nicht und möchte meine Meinung kundtun. Da du auf diesen Artikel hier geklickt hast, scheint dich meine Meinung ja zu interessieren und ich würde mich freuen, wenn wir unten in den Kommentaren gepflegt diskutieren könnten. Zwinker. 

Kurz zur Erklärung: So wie in Overwatch, in Elder Scrolls Online oder anderen Games, soll es Lootboxen in Mittelerde: Schatten des Krieges geben, die man gegen Echtgeld-Transaktionen erwerben kann. Diese beinhalten zufällig ausgewählte Orks oder vielleicht auch andere Ergänzungen. Mit diesen Orks, kann man seine Armee erweitern und so natürlich an Stärke gewinnen.

Außerdem ist zu dem Single Player auch ein Multiplayer-Part geplant, in der man die Burgen anderer Spieler attackieren kann. Ob sich durch die Lootboxen eine Pay to Win Situation ergibt, ist noch fraglich. Wenn es so wäre, würde ich dies natürlich weniger schön finden. Aber solange man anderen Spieler keinen Frust beschert oder diese schadet ist es für mich noch annehmbar. Wir werden sehen.

Warner Bros. gibt außerdem an, dass man sich sehr genau um das Balancing kümmere und dass die Spieler das Game in jedem Fall auch ohne Lootboxen schaffen können. Dass der Held ab und an mal stirbt, ist eingeplant und soll das Nemesis System unterstreichen. Wenn ich die Lootkisten also nicht kaufe, sollte sich kein allzugroßer Frust breit machen. Es soll nur die Gamer unterstützen, die vielleicht weniger Zeit haben und sich nicht lange mit einigen Erfolgen beschäftigen möchten.

Mittelerde Schatten des Krieges
© Warner Bros. Games

Hier frage ich mich aber auch: Wird Warner Bros. dann einige Quests, Erfolge und Herausforderungen künstlich in die Länge ziehen, damit ich zum Kauf einer Lootbox verführt werde? Ich muss zugeben, dass ich genau dieses Gefühl schon oft in Elder Scrolls Online hatte. Trotzdem liebe ich dieses Spiel immer noch, ja sogar jetzt im dritten Jahr des Release.

Jetzt beschweren sich also viele Gamer, die eigentlich vor hatten Mittelerde: Schatten des Krieges zu kaufen. Sie entscheiden sich, das Game nicht zu erwerben. Es werden Aussagen getroffen, dass man definitiv davon ablasse um Warner Bros. eins “auszuwischen”.

Da frage ich mich: Wieso denn nicht a) die goldene Mitte finden, und erstmal die ersten Reviews abwarten? Man kann sich dann doch immer noch entscheiden, das Game zu kaufen. Und b) man kauft sich das Game, und entscheidet sich bewusst gegen die Nutzung der Mikrotransaktionen. Wieso muss denn hier auf ein komplettes Spiel, auf das man sich doch eigentlich gefreut hatte, verzichten? Die Liebe zur Story, zum Detail und zum Kampfsystem ist doch gegeben und die Entwickler leisten ordentliche Arbeit.

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Nein, ich möchte hier nicht die Entwickler loben oder eine unendliche Schleimspur hinterlassen. Ich finde nur, dass es keinen Sinn macht, ein ganzes Spiel zu verteufeln, weil man eine einzige Funktion nicht mag. Ich spiele auch Batman Arkham Knight leidenschaftlich gerne, aber lasse die vielen Herausforderungen weg, weil einige echt knackig und absolut für mich nicht schaffbar sind. Ja und? Trotzdem ist der Rest absolut sein Geld wert und ich schätze, das wird mit Mittelerde: Schatten des Krieges auch sein.

Natürlich sollte jeder selbst entscheiden, wo er sein Geld lässt. Ich jedoch werde definitiv bei der Kaufentscheidung bleiben und freue mich auf die kommenden Zockerabende. Wenn jemand gegen die Funktion der Lootboxen ist, sollte er sie doch einfach nicht nutzen. Aber bitte boykottiert doch nicht gleich das ganze Game! Das Game wird sicher genau wie Mittelerde: Mordors Schatten großartig werden!

Mittelerde Schatten des Krieges
© Warner Bros. Games

Dazu muss ich gestehen, dass ich in Elder Scrolls Online und Overwatch schon Lootboxen gekauft habe. Das habe ich aus folgendem Grund gemacht: Es gab optisches Gear, Reittiere oder Inhalte zu erwerben, die mir Erfahrungsbonus oder andere Kleinigkeiten erleichterten. Die Dinge betrafen aber nur mich selbst und hatte keinen anderen Spieler geschadet. Und das ist am Wichtigsten. Wenn es nur einen selbst betrifft, ist doch soweit alles im aktzeptablen Bereich.

Und ja, wenn ich einem “Otto-Normal-Verbraucher” erzählen würde, dass ich Geld für einen digitalen Wolf mit Streifen ausgegeben habe, würde er mir wohl einen Vogel zeigen. Genauso würde ich nie 3000 Euro für ein Montainbike zahlen. Jeder hat so seine Hobbies und Vorlieben und ich finde, man sollte die Leidenschaften anderer Menschen tolerieren und sie deswegen nicht kritisieren. Es gibt sehr sehr viele Gamer, die echte Euros oder Dollars für Lootkisten ausgeben.

Ein Markt ist also da, die Nachfrage ist da. Warum sollten Spieleentwickler das denn nicht nutzen? Es wäre ja nur dumm, es nicht zutun. Solange man diese Funktionen nur als Optionen implentiert, finde ich es vollkommen in Ordnung. Sonst müsste man ja die ganzen DLC und Add-On Maschinerie verteufeln. Ich freue mich immer auf optionale DLC Inhalte. Der Vorteil ist ja, dass Spieler, die sich für die Thematik des DLC nicht interessieren, es nicht kaufen, dafür aber eben ein anderes DLC. So kann jeder entscheiden für welchen Bereich er sein Geld ausgibt.

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Heutzutage wäre ich sogar damit einverstanden, wenn man für ein Game wie Mittelerde: Schatten des Krieges keine 59,00 Euro (Konsole) für die Standardvariante bezahlt, sondern vielleicht nur 20,00 Euro und man kann sämtliche Inhalte als DLC dazu kaufen. Mich interessiert in solchen Spielen die Story am Meisten und die ganzen Herausforderungen (Töte xyz, Erobere die Burg, Renne in der Zeit von A nach B blabla) würden mich weniger interessieren. Genauso interessieren mich die Dungeons in Elder Scrolls Online auch nicht, die Raids auch nicht. Die einzelnen DLCs in diese Themen-Richtung werden auch nicht von mir erworben.

Mittelerde Schatten des Krieges
© Warner Bros. Games

Kennt ihr die aktuellen günstigen Handyverträge, bei denen man nur einen kleinen Monatspreis zahlt, aber immer mit kleinen Upgrades ergänzen kann? So etwas würde ich mir auch von der großen Gamingindustrie wünschen. So sind AAA Spiele für eine breitere Masse bezahlbar und man schnürt sein persönliches Paket zusammen.

Nun ja, träumen wir nicht weiter von der Zukunft. Was haltet ihr von den kommenden Lootboxen in Mittelerde: Schatten des Krieges oder allgemein von Mikrotransaktionen in Spielen? Was würdet ihr euch wünschen und was soll definitiv nicht passieren? Werdet ihr Mittelerde: Schatten des Krieges am 10. Oktober 2017 kaufen? Lasst uns in den Kommentaren diskutieren!

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3 Comments

  • Hallo Alex,

    vielen Dank für dein Feedback. Ja da hast du recht. Entweder man macht einen großen Bogen oder man findet sich damit ab. Ehrlich gesagt, finde ich immer noch, dass viele Spiele großartig und mit viel Herz programmiert werden. Produkte werden heutzutage halt immer teurer.. das sieht man auch in Nahrungsmitteln – die Verpackungen werden immer kleiner und die Preise teurer. So ist es, bzw. sollte es aber auch in unseren Berufen sein. Wir bekommen auch jedes Jahr oder alle zwei Jahre Gehaltserhöhungen (zumindest sollte man darauf hinarbeiten) – Ich will damit sagen, jedes Jahr wird alles irgendwo teurer.

    Deshalb sollte man sich damit abfinden oder dem Konsumleben allgemein den Rücken kehren. Tatsächlich gibt es ja aktuell den Trend zum Minimalismus. Ist aber die Frage: Vereinbaren sich Nerdlife und Minimalismus? :)

    • Gute Frage.
      Unter Minimalismus versteh ich eine richtig komplizierte Sache.

      Wenn ich so recht überlege wäre das auf jeden Fall möglich.

      Wenn man sagt, man verzichtet auf Konsolen, Pc und Tv, dann gibt es die Möglichkeit noch Tabletop Games zu spielen oder als Elbe in Live Action Rpgs an diversen Wochenenden sein Nerdleben auszubauen. Aber das wäre ehrlich gesagt nichts für mich. :) Finde es dann schon gut etwas Ps4 zu spielen um runter zukommen, neben dem stressigen Arbeitsaltag.

      Momentan hilft das TESO gut dabei :)

      Aber ich befürchte nicht, dass es etwas für mich ist. Ich genieße mein Leben mit Vorzügen und abstrichen. Versuche zu spenden und armen zu helfen, da ich weiß, dass es Menschen gibt denen es schlechter geht als mir. Somit bin ich im reinen mit mir und genieße mein Nerdleben und meine Zeit die ich auf diesem wundervollen aber doch komplizierten Planeten lebe.

      Aber jeder der es machen und ausprobieren möchte, kann es gerne machen. Solang es den Menschen gut geht, mit dem was sie tun, machen sie doch alles richtig oder?
      Wieso sich immer über alles aufregen?
      Leben genießen! Das ist die oberste Regel!

      Also meiner Meinung nach :)

      Jetzt sind wir aber total and Thema vorbei.

  • Jaaa, das leidige Thema der Lootboxen in Spielen, mit EA hat es angefangen und es erstreckt sich mittlerweile über viele Produktionsfirmen. Ob Warner da mit Schatten des Krieges mitmischen muss? Ich bin der Meinung, dass viele Produktionsfirmen, logischer Weise, mit der Zeit gehen müssen und das gehört nunmal dazu. Früher waren es Addons, die man sich separat kaufen musste, um in den vollen Spielgenuss zu kommen. Heute hingegen, wurden die Addons durch DLC’s ausgetauscht. Klar kann man sich darüber streiten, da man dort schon oft ordentlich Kohle latzen muss, ob Lootboxen jetzt wirklich eine Lösung sind? Im Endeffekt, nach meiner eigenen Erfahrung bei Assassins Creed Unity, Syndicate, Schatten des Krieges, Overwatch oder Battlefront 1 und 2, ist es jedem selbst überlassen. Bei Unity damals, führte es nur zu einem besseren Vorteil im Spiel, selbst schneller vorran zu kommen. Wenn jemand also meint sich das Spielvergnügen, lieber so zu verkürzen ist es der Person selbst überlassen. So sehen ich das bei Schatten des Krieges auch. Wenn jemand selber mit sich ausmacht, sein gespartes Geld zu investieren, um sich Lootboxen zu kaufen die einem in Spiel weiter bringen, kann er das doch gerne machen. Erst wenn es den Anschein hat, dass man in Spielverlauf nur weiter kommt, wenn man sich diese Lootboxen kauft, dann fängt bei mir die Abzocke erst an. Ein Kollege von mir kam gut ohne Lootboxen klar. Und ein anderer liebt das Spiel so sehr, dass er sich sagt, dass er gerne in sowas investiert.

    Lange Rede kurzer Sinn.
    Ich finde Lootboxen erst frech und unsinnig, wenn man wirklich damit bezweckt, dass der Spieler nur so einen Fortschritt im Spiel erreicht. Und das ist bei Schatten den Krieges nicht zwingend der Fall. Von daher finde ich es wirklich OK!

    Ich in meinen Augen fand es in der Release Phase von Battlefron2 etwas nervig. In kurzer Zeit, waren ein Teil der Spieler so Overpowert, dass man als Nichtuser keinen Fuß, im Spiel, fassen konnte. (Zumindest hatte ich das Gefühl bei der Ps4 damals) als das eingestellt wurde und das neue Belohnungssystem gepatched wurde, hat man den Unterschied schon gemerkt, es war halt ausgeglichener. Aber in meinen Augen, hat EA da einen TOP Gamersupport gestartet.
    (Soll nicht heißen, dass ich mega rungejammert habe und meinen Unmut überall kunt getan habe.Habe es schließlich nur bemerkt. Gespielt habe ich trotzdem fleißig weiter)

    Das Gaming macht auch seine Änderungen mit der Zeit mit. Dazu gehören DlC’s, riesige Day One Patches (die oft das unfertige Spiel erst spielbar machen), Lootboxen, Ingame Wärung und und und.

    Ich finde, man sollte sich als Gameliebhaber damit abfinden oder sich so umschauen, dass man um solche Spiele einfach einen Bogen macht.

    Wer aber bei den GROßEN mitmischen will, muss sich einfach damit abfinden.

    Das einzige was ich schade finde, ist einfach, dass viele Game of the Year Editionen nicht mehr alle Inhalte auf der Disc haben. Sondern das alle Addons oder DLC’s dann mit einem Code separat geladen werden müssen. Was oft bedeutet, man legt die CD rein und muss Ewigkeiten warten, bis man mal loslegen kann. Aber auch da gibt es wieder die Kehrseite der Medallie.

    Interessanter Artikel auf jeden Fall.
    Und eine sehr wichtige Thematik.
    Gruß Alex

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