Begabt – Die Gleichung eines Lebens Kritik

Begabt die Gleichung eines Lebens mit Chris Evans und Mckenna Grace

Der Film „Begabt – Die Gleichung eines Leben“ (Originaltitel: Gifted) hatte mich deshalb interessiert, weil Chris Evans (wir kennen ihn aus Captain America) eine der Hauptrollen ergatterte und es in dem Film natürlich um Hochbegabung geht. Hochbegabung hat mich schon immer irgendwo fasziniert und in diesem Film geht es darum, wie Menschen in der Regel damit umgehen, wie man damit umgehen kann, und wie im Speziellen diese kleine Familie mit der Hochbegabung der jungen Mary umgeht.

Begabt – Die Gleichung eines Lebens Kritik – Die Story

Der Film beginnt mit einer knappen Vorstellung der Charaktere. Wir lernen sie grob kennen. Mary, dargestellt von Mckenna Grace, ist gerade mal sieben Jahre jung und benimmt sich schon in vielerlei Hinsicht wie eine Erwachsene. Sie hat herausragenede mathematische Fähigkeiten und steht kurz vor der Einschulung.

Ihr Onkel Frank (Chris Evans) zog Mary seit dem Tod ihrer Mutter auf. Er führt mit ihr ein einfaches Arbeiterleben. Er repariert kleine Boote und Schiffe, während seine Nachbarin Roberta (Octavia Spencer) hin und wieder auf das kleine begabte Mädchen aufpasst. Natürlich sind sich alle Figuren ihrer Hochbegabung bewusst und Roberta warnt Frank eindringlich davor, die kleine in die Grundschule zu schicken.

Frank wünscht aber ein normales Leben für seine Nichte und nachdem Mary den ersten Tag in ihrer neuen ersten Klasse verlebt, beginnt auch schon der Trubel in dieser Geschichte. Mehr möchte ich natürlich nicht verraten.

In der Story kommt viel Tragik, Drama und nebenbei eine kleine Lovestory vor. In meinen Augen ist das auch völlig okay. Hallo? Wir haben Chris Evans in diesem Film dabei. Aber um seinen Charakter geht es ja nicht hauptsächlich sondern um Mary, wie sie mit der Situation zurecht kommt. Sie ist einfach viel klüger als die anderen Schüler und langweilt sich mit den einfachen mathematischen Aufgaben nur. Trotzdem hat sie ein gutes Herz und tritt für die Schwachen ein.

Begabt - Die Gleichung eines Lebens Chris Evans

Später erscheint die Großmutter Evelyn (Lindsay Duncan) und möchte für das Kind etwas ganz anderes, als es Frank ursprünglich vorgesehen hatte. Und so entfacht die Dramatik. Der Zuschauer, der sich zuvor mit Begabung wenig bis gar nicht beschäftigt hatte, bekommt Einblick in die vielen Probleme und Sorgen, die solch eine Begabung mit sich bringen kann.

Einige Menschen sehen in dieser Begabung eine Bürde, eine Verpflichtung für die Welt. Man könnte dies mit den fiktiven Superhelden vergleichen – denn mit einer so großen Begabung folgt eine große Verantwortung. Man könnte die großen Probleme der Welt lösen. Aber am Wichtigste ist doch: Möchte der hochbegabte Mensch das überhaupt?

Begabt die Gleichung eines Lebens Kritik mit Chris Evans

Begabt – Die Gleichung eines Lebens Kritik – Charakterdarstellung

Durchweg positiv war ich von Chris Evans begeistert. Ich muss gestehen: Ich kenne Chris Evans bisher nur als zwei (jetzt durch den Film drei) Darstellungen. Einmal als die „Menschliche Fackel“ aus Fantastic Four und natürlich als Captain America. Sonst habe ich keinen Film mit ihm gesehen. Zumindest wäre es mir gerade nicht bewusst. In „Begabt – Die Gleichung eines Lebens“ hat er einen ähnlichen leidenden Ausdruck wie in Captain America, macht seine Rolle trotzdem sehr gut und beweist, dass er auch andere Rollen verkörpern kann.

Mckenna Grace als Mary war überragend grandios! Ich finde es überwältigend, wie gut manche Kinder schauspielern können. Es gab herzzerreißende Szenen, bei denen ich wirklich dachte „F**, wie macht sie das? Die muss danach doch total fertig sein!“. Ich frage mich, ob Kinder überhaupt seelischen Abstand zu solchen Szenen halten können. Ich als Zuschauer, war wirklich argh bedrückt, wenn ich einige bedeutende Momente sah. Ich nahm ihr die Rolle vollkommen ab.

Begabt Die Gleichung eines Lebens mit Chris Evans

Begabt – Die Gleichung eines Lebens Kritik – Fazit

Es wurden Probleme und mathematische Begriffe erwähnt, die ein Laie im Kinosaal nicht verstehen konnte. Aber das war überhaupt nicht wichtig. Das Gefühl dieser Geschichte ist komplett auf mich übergegangen. Ich fand die Story sehr sehenswert und eine Freundin war vom Film auch begeistert.

Einzig allein aufgrund der Tatsache, dass in der Story überhaupt wenig bis gar nicht auf die Bedürfnisse der Mary eingegangen wurde, gebe ich dem Film einen Punkt weniger in meiner Bewertung. Mich hat es sehr gestört, dass dem Kind kaum solche Fragen gestellt wurden, wie „Was wünscht du dir, was möchtest du, was gefällt dir?“ Es wurde immer über den Kopf des Kindes hinweg entschieden.

Begabt - Die Gleichung eines Lebens Kritik

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Nun gut, vielleicht entstand auch daher die Dramatik des Films und sollte uns Zuschauer nur darauf aufmerksam machen, dass genau so etwas eine falsche Herangehensweise ist. Im Gesamten gebe ich dem Film acht von zehn Punkten (8/10). Begabt – die Gleichung eines Lebens läuft seit dem 13.07.2017 im Kino.

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