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8 Fakten über die Comic Figur Spider Man

8 Fakten über die Comicfigur Spider-Man (mit Lesetipps)

Der folgende Gastbeitrag wurde von Eule geschrieben. Wenn euch der Stil und die Fakten gefallen, hinterlasst gerne einen Kommentar. Er wird sich sicher freuen!

Meine Freunde und insbesondere meine geliebte Frau durchleben gerade eine schwere Zeit, denn in wenigen Tagen schwingt sich meine zweite große Liebe durch die deutschen Kinosäle. Ich gebe zu, es ist eine einseitige Liebe, aber seit ich denken kann, begleitet mich der sympathische New Yorker.

Je näher der Kinostart von Spider-Man: Homecomig rückt, desto mehr verwandele ich mich in ein vorpubertierendes Knallbonbon, das kaum noch in der Lage ist, seine zum Platzen geladene Vorfreude in den Griff zu bekommen. Leere Augen aus genervten Gesichtern starren mich mittlerweile an, wenn ich in Bierlaune zum xten Mal allen Anwesenden den Trailer zeige… Seid Euch sicher, meine Lieben, ihr habt es bald geschafft.

2002 füllte Sam Raimi mit dem ersten Teil seiner Spider-Man-Trilogie meine lange nicht zu kompensierende Kinoleere. Seitdem hat sich viel getan und mittlerweile kennen viele, die noch nie einen Spider-Man-Comic in den Händen hielten, den agilen Fassadenkletterer. Seit Wochen reden alle über Spider-Man: Homecomig… Reden wir doch mal über die Comics. Irgendwie-Nerdig.de hat euch einige wenige Fakten und Wissenswertes aus Spider-man`s Comicwelt zusammen gesammelt, damit ihr zum Kinostart gut gerüstet mit nützlichem und unnützem Fachwissen glänzen könnt.

 1. Mach mal Licht, Peter!

In der Post-Credit Szene von The first Avenger: Civil War sieht man Peter Parker wie er ein Spider-Signal an die Decke projiziert. Die eine Hälfte im Kino sprang auf und jubelte, Freudentränen liefen  dem einen oder anderen über das Gesicht. Erinnerungen wurden wach… Die Comicleser lagen sich in den Armen und feierten die Szene. Die andere Hälfte blieb sitzen, kaute fragend auf den letzten Popcornresten und beobachtete das geekige Gehampel der anderen.

Das Spider-Signal ist eines von vielen Gadgets, das der geniale Peter Parker erfand (Nein, er bekommt nicht alles von Tony Stark geschenkt). Direkt in der Mitte seines Gürtels sitzt die Signallampe, mit der er seine Präsenz den zitternden Verbrechern direkt ins Gesicht strahlt, oder sich seinen Weg durch dunkle Gänge bahnt. Vielleicht ließen sich Stan Lee und Steve Ditko von Batman inspirieren. Das Bat-Signal erschien erstmals in Detective Comics #60 im Jahr 1942. Das Spider-Signal hingegen funzelte 1963 in Amazing Spider-Man #3 dem ersten Gauner ins Gesicht.

Spider Man SignalQuelle: Amazing Spider-Man #3 // Spideys funktionale Funzel im Einsatz.

 2. Webshooter: Immer am seidenen Faden.

Aus mir unerklärlichen Gründen verzichtet Sam Raimi in seiner Spider-Man-Adaption auf die kleinen am Handgelenk befestigten Webshooter. Tobey Maguire sondert stattdessen seine Netzflüssigkeit direkt aus den Handgelenken ab… Bwäääh. Nicht nur irritierend, sondern auch schade! Denn die von Peter Parker konstruierten Webshooter spielen innerhalb der Comicreihe eine elementare Rolle.

So muss der notorisch pleite Peter ständig zusehen wie er die nötige Kohle zusammen bekommt, um das Material für seine Netzflüssigkeit zu kaufen. Keine Kohle, keine Netzflüssigkeit und damit nicht selten ein spektakulärer Absturz in die Häuserschluchten Manhattans. Wenn Peters Sparstrumpf gut gefüllt ist, kann er bis zu 30 zusätzliche Netzpatronen an seinem Gürtel befestigen.

Fun-Fact für die nächste Party: Die Reißfestigkeit von Spideys Netz beträgt stattliche 50 Kilogramm pro Quadratmillimeter.

Spideys NetzQuelle: The Amazing Spider-Man #643 

 3. Spider-Man: Avenger oder nicht?

Im Gegensatz zu den unter der Leitung von S.H.I.E.L.D. stehenden Avengers, kann Spidey völlig unabhängig auf Verbrecherjagd gehen. Nichtsdestotrotz hatte Spider-Man großes Interesse bei den Avengers einzusteigen und nahm Kontakt zu den staatlich sanktionierten Superhelden auf. Auch die Avengers hatten Interesse an dem jungen Wandkrabbler, doch Spider-Man`s eher eigenwilliger Stil passte nicht so ganz zu den glanzvollen Geheimdiensthelden. Die Avengers stellten dem Wandkrabbler eine Aufgabe, mit der er sich beweisen sollte. Er sollte niemand geringeren als den unglaublichen Hulk fangen.

Der drahtige kleine Spider-Man gegen das grüne, in Radioaktivität gebadete Mutationsmonster… Na, herzlichen Glückwunsch! Doch zu einem finalen Kampf kam es nicht wirklich, denn Spidey bemerkt schnell, dass sich seine Methoden und Interessen viel zu stark von denen der Avengers unterscheiden. Das Verhältnis zwischen den Avengers und Spider-Man vereist zusehends. Später näherte man sich wieder an, aber so wirklich warm wurden sie nie miteinander.

Spider-Man und die AvengersQuelle: The Avengers #236

Lesetipp: Spider-Man und die neuen Rächer, Paperback 1: Ausbruch!

 4.  Die McFarlane-Revolution!

 Todd McFarlane stieg 1987 als Co-Zeichner bei MARVEL ein. Zusammen mit David Michelinie zeichnete er zu Beginn für die Serie The Amazing Spider-Man. McFarlane veränderte das Aussehen der Spinne maßgeblich. Spider-Man wurde düsterer, insektoider. McFarlanes außergewöhnlicher Strich sorgte für eine wahre Hysterie innerhalb der Fangemeinde, die den Zeichner zu einem Superstar erklärten. Im September 1990 startete MARVEL die neue monatlich erscheinende Heftreihe Spider-Man, die Todd McFarlane als Zeichner und Autor übernahm.

Die erste Ausgabe wurde mit 2,5 Millionen zum meist verkauften Comic aller Zeiten. Zu dieser Zeit war man gut beraten immer etwas Paketband in der Tasche zu haben, um sich seinen Kiefer festzukleben, damit dieser nicht ständig herunterklappt, wenn man in eine neuen McFarlane-Ausgabe sabberte. 16 Ausgaben lang revolutionierte der begnadete Zeichner das Universum der Spinne und beeinflusste spätere Interpretationen des Netzschwingers.

Lesetipp: Spider-Man by Todd McFarlane Omnibus, Marvel Exklusive 51: Todd McFarlane Spider-Man

Quelle: Coverscan Spider-Man #1

 5. Face it, Tiger!

„With great power comes great responsibility“ ist durch den Kinofilm Spider-Man vielleicht zu einem der bekanntesten Zitate geworden. Auch wenn immer wieder über den eigentlichen Ursprung des Zitats diskutiert wird… Fakt ist, dass er erstmals in Amazing Fantasy #15 aus dem Jahr 1962, dem ersten Auftritt von Spider-Man auftaucht. Doch innerhalb der Comicgemeinde avancierte ein ganz anderes Zitat zu dem wohl bekanntesten überhaupt. Dem vorausgehend ist ein running Gag. Immer wieder versucht Tante May ihren Neffen Peter dazu zu bewegen, sich doch mal mit dem „schönen Watson-Mädchen von nebenan“ zu treffen.

Doch Peter hat so gar kein Interesse an der mysteriösen Mary Jane, die man zu diesem Zeitpunkt noch kein einziges Mal zu Gesicht bekommen hat – auch nicht der junge Peter. Auch Mary Jane hat andere Sorgen und lehnt die Kupplungsversuche ihrer Tante Anna, die Nachbarin und Freundin von Tante May, ebenfalls immer wieder ab. In Amazing Spider-Man #42 bekommt Mary Jane Watson dann ihren ersten richtigen Auftritt (In Amazing Spider-Man #25 sieht man sie nur mit verdecktem Gesicht). Der Gesichtsentgleisung Peters während ihres ersten Zusammentreffens, entgegnet die rothaarige Schönheit mit dem legendären: „Face it, Tiger… You just hit the Jackpot!“ Zwar dauert es noch eine ganze Weile, bis die beiden endlich ein Paar wurden, aber das war der Beginn eine der wundervollsten Liebesbeziehungen aller Zeiten! *schwärm*

Peter Parker und Mary JaneQuelle: Amazing Spider-Man #42

 6. Der Ladykiller!

Liz Allen erschien erstmals in Amazing Fantasy #15 und war das heißeste Mädel der Midtown High School. Klar, Mary Jane Watson ging ja auch auf eine andere… Liz war lange Zeit mit Flash Thompson zusammen – eben eine klischeehafte US-amerikanische High School-Beziehung: Testosteron gesteuerter Footballstar und Schulhofschönheit. Warum sollte sich jemand wie Liz auch für einen blassen und bebrillten Peter Parker interessieren?

Mit dem Erwerb seiner erstaunlichen Fähigkeiten wird aus dem nerdigen Musterschüler aber zusehends ein echter Kerl und Liz fängt an sich für Peter zu interessieren. Letztendlich wird aus den beiden aber nichts… Spinne sei Dank! Liz Allen heiratet später übrigens Harry Osborn, der 2002 in Sam Raimis Spider-Man von James Franco gespielt wird. Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Beziehung zwischen Liz und Peter in Spider-Man: Homecoming entwickeln wird.

7. Iron Spider: Welches Kostüm hätten Sie denn gern?

Im Internet wird über einen kleinen naiven Peter gespottet, der an Tony Starks Hand durch den Film geschleift wird. „Häh, in den früheren Filmen baut sich Peter Parker doch sein Kostüm selbst, oder nicht?“ Letztendlich versucht MARVEL hier einen wackligen Spagat zwischen den Comics und den Filmen zu ziehen. Spider-Man ist zum Comic-Zeitpunkt des Civil Wars keineswegs der kleine Junge, der mit Kapuzenpulli und Schweißerbrille bewaffnet auf Verbrecherjagd geht, während er unter den Fittichen seines Mentors Tony Stark steht. Im Gegenteil… als erfahrener Superheld, der bereits seit vielen Jahren die Sicherheit der New Yorker Bevölkerung garantiert, tritt Spider-Man Tony Starks Team bei und enthüllt seine Geheimidentität. Für mich eine der schlimmsten Momente ever.

Nachdem Spider-Man während eines Kampfes mit Morlun fast seinen Verletzungen erliegt, konzipiert Tony Stark kurzerhand eine neue Rüstung: den Spider-Man Armored Fighting Suit V 2.0. Vollgestopft mit Stark-Technologie setzt Spider-Man seinen Kampf vorerst auf Seite der Registrierungsbefürworter fort, bis er (Spinne sei Dank) seinen fatalen Fehler einsieht und auf Captain America`s Seite wechselt. Wahrscheinlich hätte es zwei zusätzliche Spider-Man-Filme und eine Civil War-Trilogie gebraucht, um die sehr komplexe Civil War-Geschichte im Kino zu erzählen.

Spider-ManQuelle: Ronron84

Die Rüstung, die Tony Stark eigens für Spider-Man entwickelte.

Lesetipp: Marvel Paperback: Civil War, Panini

8. Does whatever a spider can!

Das Spider-Man seit über 50 Jahren eine der beliebtesten und bekanntesten Comicfiguren überhaupt ist, sei hier abschließend nur nebenbei erwähnt. Seine ungebrochene Anziehungskraft liegt vielleicht an einem kleinen aber feinen Detail: seine Probleme und Kämpfe ähneln den unseren. Damit meine ich nicht den Kampf gegen einen hochgerüsteten Superschurken, sondern das Treffen von Entscheidungen, die das Leben so mit sich bringt. Peter Parker aka Spider-Man ist uns ähnlicher als viele andere Comicfiguren – und dafür wird er von so vielen so sehr geliebt. Er ist eben einfach Amazing!

Hoffentlich konnten wir euch das ein oder andere Wissenswerte aus der Comicwelt des Netzkopfes verraten. Es sei nochmals erwähnt, dass dieser Artikel völlig subjektiv ist und in keinster Weise vollständig. Die Welt von Spider-Man ist einfach zu groß, um auf alles mit der nötigen Sorgfalt einzugehen. Wir wünschen euch jedenfalls jede Menge Spaß bei Spider-Man: Homecoming und vielleicht greift ihr ja doch mal bei dem einen oder anderen Comic zu, um tiefer in die faszinierende Welt der sympathischen Spinne aus der Nachbarschaft einzusteigen.

War sonst noch was? Thwipt euch einen!

An dieser Stelle noch einige weitere Lesetipps, mit der sich die Wartezeit auf Spider-Man: Homecoming wunderbar verkürzen lässt.

  • Spider-Man: Erstaunliche Abenteuer – Die Spider-Man Anthologie
  • Spider-Man: Ein neuer Tag, Band 1
  • Marvel Klassiker: Spider-Man
  • Spider-Man: Maximum Carnage, Band 1
  • Marvel Exklusiv 114: Spider-Man – Erste Schritte
  • Spider-Man: Parallelitäten

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Bilder oben Copyright by Marvel!

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